Ich (Jg. 54, schlesisch-kath./prot. Elternhaus) kann mich meinem Vorschreiber nur anschließen - er hat alles gesagt. Mittlerweile zelebriere ich das Lesen, es ist für mich ein Hochgenuss; schade, dass ich noch irgendwie arbeiten muss...
Gern lese ich mehr in dieser mir sehr nahen Art zu schreiben!
PS: Ist es nicht ein Wunder, dass Mann/Frau tatsächlich noch ein wertiges Mitglied in dieser schrägen Gesellschaft wird?
Oliver Rau (Sat, 4 Dec 2004 11:59:32 +0100)
Hallo Herr Spaeth,
wie soll ich es sagen - mir fehlen einfach die Worte, um exakt das ausdruecken zu koennen, was ich beim Lesen Ihres grandiosen Romanes "Truemmerkind" waehrend der letzten 2,5 Naechte alles empfunden habe:
tiefe Traurigkeit, tiefer Missmut ueber die (deutsche) Immer-Noch-Realitaet, ja sogar Hass, Wut, deja-vue, aber auch spontanes Lachen, begruendet in Ihrer direkten Sprache und Ihres sarkastischen und ironischen Stils zu schreiben.
Dieses Buch macht einfach "Lust auf mehr" zu erfahren, wer, wie, wann seine stinkigen braunen Finger im Nachkriegs-FFB im Spiel hatte (oder vielleicht noch hat...?
Das zugegebenermassen trefflich surreale Schlusskapitel in "Truemmerkind" setzt Ihrem Roman die Krone auf, laesst die 'Ewig-Gestrigen' -und/oder deren (FFB-)Amigo-Nachkommen sicherlich geistig (sofern's den Geist gibt?) aufschaeumen. Die in der Presse auftretende unberechtigte Gegenwehr ist zudem nicht weiter verwunderlich (in der heutigen Zeit) angesichts des permanent dumpfsinnig adapierten Patriotismus 'made in usa' und dazu der foederalen Vernachlaessigung (in Bayern: Verdraengung) jeglicher geschichtlicher Aufarbeitung, i.e. an unseren Schulen.
cu
oliver rau, mammendorf
Gerd M. Schulz (Sat, 13 Nov 2004 12:30:31 +0100)
Ich bin zeitgleich in Pasing groß geworden und fand mich in manchen Szenen wieder. Phantastisch wie Späth die inneren Konflikte darstellt und die allbekannten Klischees zitiert. Ein Buch, das ich in einem Zug aufgesogen habe. Ganz große Klasse.
Bernd Späth (Tue, 9 Nov 2004 23:24:40 +0100)
I bin aus Bruck. I hab prinzipiell keine Meinung, sondern les das Brucker Tagblatt. Das is jedenfalls meine Meinung.